Friedhof Kalbensteinberg

von | Nov 5, 2020

Der Friedhof Kalbensteinberg befand sich ursprünglich im Kirchhof rund um die Rieter-Kirche St. Marien und Christophorus. Im nördlichen Friedhofteil hinter der Kirche wurden die Untererlbacher Gemeindeglieder bestattet, im südlichen diejenigen aus Kalbensteinberg. Wegen der langen Ruhezeiten und des Baus eines Schulhauses innerhalb der Kirchhofmauern wurde um das Jahr 1875 ein neuer Gottesacker im Osten an das Dorf angrenzend geplant. Bereits wenige Jahrzehnte später (1899) war die kleine Fläche nach 355 Bestattungen voll belegt. Deshalb wurde bis 1901 die Fläche des Friedhofs nach Norden verdoppelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war auch dieser Teil belegt, sodass die Neubelegung im südlichen Bereich unumgänglich wurde.
Die einzelnen Bereiche des Friedhofs sind auch heute noch zu erkennen: das untere, älteste Feld bietet Platz für Einzelgräber. Hier soll auch bald ein neues Feld für Urnen gestaltet werden. Der mittlere Teil ist mit Doppelgräbern belegt. Im nördlichsten Teil befindet sich heute die Leichenhalle der politischen Gemeinde, die 1967 dieses Grundstück erwarb.

Das Mosaik an der Wand der Leichenhalle stiftete die Christusbruderschaft Selbitz, deren Gründer Walter Hümmer in Kalbensteinberg als Sohn des Lehrers geboren worden war. Es zeigt die Auferstehungserzählung wie sie im 16. Kapitel des Markusevangeliums erzählt wird.

Drei Frauen wollten als der Sabbat vorbei war, zum Grab Jesu gehen, um die Totensalbung vorzunehmen. Unterwegs machten sie sich Gedanken, wie sie wohl ins Grab Jesu kommen würden: Ein schwerer Stein verschloss es. Sie konnten nicht wissen, dass der Stein schon längst nicht mehr das Grab Jesu verschloss. Statt Jesus fanden sie einen Engel, der am Grab auf sie wartete und ihnen von Jesu Auferstehung berichtete.

Er sagte zu ihnen: „Ihr braucht nicht zu erschrecken! Ihr sucht Jesus aus Nazaret, der gekreuzigt wurde. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, er ist nicht hier. Seht: Hier ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Macht euch auf! Sagt seinen Jüngern, besonders Petrus: Jesus geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.“

Markusevangelium 16,6-7

Deshalb wird an diesem Ort nicht nur getrauert, sondern auch an Jesu Auferstehung gedacht. Der Friedhof ist ein Ort, an dem Leben und Tod sich begegnen – und an dem spürbar wird, dass wir in beidem von Gottes Beistand umfangen sind.

Als Gräber stehen Doppel- und Einzelgräber zur Verfügung. Urnen können in einem separaten Grab oder – nach Absprache – auch in einem bestehenden Grab beigesetzt werden. Im Jahr 2023 soll eine pflegeextensive Urnengemeinschaftsanlage entstehen.
Auf dem großen Kalbensteinberger Friedhof werden vor allem die Glieder der Kirchengemeinde bestattet. Auf Antrag kann der Kirchenvorstand aber auch entscheiden, Auswärtigen die Bestattung auf dem Friedhof zu gestatten.
Die Liegezeit beträgt aufgrund des lehmigen Bodens 25 Jahre. Gebühren für die Bestattung können im Pfarramt Kalbensteinberg erfragt werden.

Parkplätze sind in ausreichender Menge vorhanden. Sie finden den Friedhof unter dieser Adresse: Kalbensteinberg 66, 91720 Absberg.

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